Bürgerportal
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Kompost

Das große Krabbeln in der Komposttonne

Mit den steigenden Temperaturen in den Sommermonaten steigen auch wieder verstärkt unangenehme Gerüche aus der Komposttonne.
Aber nicht nur der Geruch, sondern auch die Madenbildung in den Komposttonnen ist ein lästiges Ärgernis bei der Biomüllsammlung.
Bei offenstehenden Tonnen oder auch bei nicht dicht schließenden Behälterdeckeln werden Fliegen durch Gerüche angelockt. Die Fliegen legen ihre Eier in den Bioabfällen ab und schon nach einem halben Tag schlüpfen Maden!
In Bioabfällen finden sie optimale Lebensbedingungen und können zu Tausenden die Komposttonne bevölkern.

Was kann man dagegen tun?

Zuerst ist der Standort der Komposttonne sehr wichtig. Es sollte ein schattiger und kühler Platz gewählt werden, wie zum Beispiel die Garage oder Kellereingänge.
Denn starke Wärme verstärkt die Fäulnis- und Geruchsbildung.
Essensreste sollte man in Zeitungs- oder Haushaltspapier wickeln, bevor sie in die Komposttonne eingeworfen werden. Das Papier saugt die Feuchtigkeit auf und vermindert die Möglichkeit der Eiablage, die durch feuchte und warme Bedingungen begünstigt wird.
Äste und Zweige sollten kleingeschnitten werden und Rasenschnitt erst antrocknen lassen. So spart man Platz und verhindert Gärung und Sickerwasserbildung in der Komposttonne.
Das Wichtigste gegen Madenbildung ist der fest aufliegende Deckel. Nur so lässt sich die Eiablage durch Fliegen vermeiden.

Weiteres Hilfsmittel!

Als weiteres Hilfsmittel haben sich Gesteinsmehle und Tonmehl bewährt, die Feuchtigkeit binden, unangenehme Gerüche reduzieren und dadurch helfen, die Madenproblematik in den Griff zu bekommen.
Gesteins- und Tonmehle sind im Gartenfachhandel erhältlich.
Mittlerweile bietet der Handel auch spezielle Filterdeckel für die Komposttonne an. Infos zum Einsatz der Filterdeckel erhält man bei der Abfallberatung der Gemeinde Steinhagen.
Wer seine Komposttonne professionell reinigen lassen möchte, um Gerüche zu mindern, kann im Internet entsprechende Anbieter finden oder sich telefonisch bei der Abfallberatung erkundigen.

Übrigens:

In manchen Haushalten werden aus hygienischen Gründen kompostierbare Plastiktüten zum Sammeln des Bioabfalls in der Küche genutzt und samt gesammelten Bioabfalls in der Komposttonne entsorgt. Diese gut gemeinte Benutzung führt zu Problemen im Kompostwerk und zu unnötigen Kosten. Die im Kompostwerk vorgeschaltete Sortieranlage erkennt die kompostierbaren Plastiktüten zumeist als unzulässigen Restmüll und sortiert die Tüten samt Inhalt aus, mit der Folge, dass Tüten und Bioabfall teuer als Restmüll entsorgt werden. Schafft es dennoch eine Tüte ins Kompostwerk, kann diese aufgrund der für diese Tüten notwendigen längeren Kompostierdauer nicht verrotten, so dass Reste im Endprodukt Komposterde auftauchen. Manch ein Gärtner hat sich dann schon über diesen vermeintlichen Plastikabfall geärgert, was dem Absatz der Komposterde nicht gut tut.
Aus diesen Gründen hat der Kreis Gütersloh die Entsorgung der kompostierbaren Plastiktüten in der Komposttonne verboten.
Stattdessen kann man Papiertüten nutzen, die zusammen mit dem Bioabfall in die Komposttonne gegeben werden können. Oder man nutzt eine herkömmliche Plastiktüte und entsorgt diese bitte nach Entleerung der Bioabfälle in der Restmüll- oder in der Wertstofftonne.


Ihr Kontakt im Rathaus:

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