Kabel

Breitbandausbau

Breitbandausbau in Steinhagen

Aus Sicht der Gemeinde Steinhagen ist der flächendeckende Breitbandausbau eine Schlüsselaufgabe. Nur eine ausreichende Versorgung mit schnellen Internetzugängen verhindert eine digitale Kluft.

Vorbemerkungen

Grundsätzlich ist der Breitbandausbau Aufgabe der Telekommunikationsunternehmen (TKU). Nach dem Prinzip der Marktwirtschaft geht man davon aus, dass eine Nachfrage nach schnellem Internet durch die TKU mit einem entsprechenden Angebot befriedigt wird. Notwendige Investitionen trägt hierbei das TKU. Diesen Ausbau bezeichnet man auch als eigenwirtschaftlichen Ausbau. Bei den folgenden Beschreibungen der eigenwirtschaftlichen Ausbauvorhaben ist immer der Ausbau in den Ortslagen gemeint, einzelne Objekte in den Außenbereichen sind meistens wirtschaftlich für die TKU nicht darstellbar und werden daher nicht einbezogen. Wenn im Folgenden von Ausbau gesprochen wird, so ist nicht gemeint, dass alle Häuser mit einem Hausanschluss versorgt sind, sondern dass sie – meistens im Rahmen einer vertraglichen Bindung – die Möglichkeit eines Hausanschlusses haben. Diese Möglichkeit wird auch als Homes-Passed-Anschluss bezeichnet.

Für die Ortslagen gilt folgender Sachstand (31.12.2025)

Brockhagen:
Hier hat die Deutsche Telekom AG die gesamte Ortslage mit Glasfasertrassen ausgebaut.

Steinhagen, Amshausen, Niehaus-Siedlung und Obersteinhagen:

Die Glasfaser Plus GmbH hat ihren Ausbau in den genannten Ortslagen abgeschlossen. Es werden noch einzelne Hausanschlüsse gefertigt. Ebenso ist die Oberflächenwiederherstellung (insbesondere die Asphaltarbeiten) noch nicht abgeschlossen.

In den Gewerbegebieten oberhalb der Autobahn inkl. Waldbadstraße, Industriestraße sowie den Bereichen Bahnhofstraße (südlich der A33) bis Am Pulverbach, Brückhof und Kreienbrink  hat das Unternehmen Plusnet GmbH ebenfalls ein Breitband-Netz errichtet.

In einigen Steinhagener Siedlungen gibt es auch ein Kabelfernsehnetz der Firma Vodafone GmbH. Hierbei wird anstatt eines Glasfaserkabels für den Hausanschluss ein koaxiales Kabel genutzt. In einigen Neubaugebieten ist die Vodafone GmbH auch mit Glasfaser vertreten.


Fazit:

Mit Abschluss der vorgenannten eigenwirtschaftlichen Ausbauprojekte sollte jedes Objekt in den Ortslagen der Gemeinde Steinhagen die Möglichkeit auf einen breitbandigen Internetanschluss über Glasfaser haben. Hierbei können sich die Konditionen (Anschluss mit oder ohne Vertragsbindung / eventuelle Kostenbeteiligung) bei den einzelnen Anbietern unterscheiden. Auch sind derzeit nicht alle Dienstanbieter buchbar.

Beim eigenwirtschaftlichen Ausbau handelt es sich um einen Marktwirtschaftlichen Prozess, auf den die Gemeinde Steinhagen keinen Einfluss hat. Die Gemeinde Steinhagen muss für diesen Ausbau öffentliche Flächen kostenfrei zur Verfügung stellen. Auch die Überwachung der Oberflächenwiederherstellung obliegt der Gemeinde.


Geförderter Breitbandausbau

Wie vorstehend erwähnt, deckt der eigenwirtschaftliche Ausbau der TKU nur die für die Unternehmen wirtschaftlich darstellbaren Gebiete ab. Insofern greift hier nicht mehr das Prinzip von Angebot und Nachfrage, es entsteht ein sogenanntes Marktversagen.

Wird so ein Marktversagen festgestellt, können Förderverfahren in Anspruch genommen werden. Hierbei wird die Deckungslücke ermittelt. In diese Deckungslücke gehen die Investitionskosten für das Netz sowie die Betriebskosten für zunächst sieben Jahre ein. Gegengerechnet werden die zu erwartenden Einkünfte.

Die Deckungslücke wird mit Fördermitteln finanziert. In den bisher durchgeführten Förderverfahren lag die Aufteilung der Kosten bei 50 Prozent Bundesanteil, 40 Prozent Landesanteil und einen Anteil von 10 Prozent musste die Gemeinde Steinhagen tragen.

Bei neuen Förderverfahren übernimmt das Land nur noch einen Anteil von 30 Prozent. Dadurch erhöht sich der kommunale Eigenanteil auf 20 Prozent der ermittelten Deckungslücke.

Es wurden in den vergangenen 10 Jahren mehrere dieser Förderverfahren durchgeführt. Als Ergebnis ist festzustellen, dass in Außenbereichen allen Haushalten mindestens DSL und VDSL zur Verfügung stehen sollte. Für die meisten Objekte im Außenbereich sollte auch ein Glasfaseranschluss der Firma Greenfiber zur Verfügung stehen.

Für den Ausbau der Objekte im Außenbereich, denen noch kein Gigabit-fähiger Anschluss zur Verfügung steht, wurden in Kooperation mit dem Kreis Gütersloh Fördermittel aus der Richtlinie "Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaues der Telekommunikationsnetze  in der Bundesrepublik Deutschland“ -Gigabit-Richtlinie des Bundes 2.0- vom 31.03.2023 in der Fassung vom 30.04.2024 beantragt. Diese Fördermittel wurden bewilligt und der Kreis Gütersloh hat ein entsprechendes Ausschreibungsverfahren vorgenommen. Mit den Ergebnissen wird im Frühjahr 2026 gerechnet.

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