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Radverkehrskonzept

Klimaschonendes Radverkehrskonzept

Die Gemeinde Steinhagen hat sich mit dem Ratsbeschluss zur Umsetzung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt. Um diese Ziele zu erreichen, ist es auch notwendig, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken, der einen Anteil von 15 % an den Gesamtemissionen aufweist.

Mit dem Fahrrad existiert ein Verkehrsmittel, das durch seine Emissionsfreiheit ein wichtiger Baustein für die angestrebte Verringerung der Treibhausgasemissionen ist. Durch eine Verlagerung eines Teils der Verkehrsleistung des motorisierten Verkehrs auf den Umweltverbund und damit auch auf den Radverkehr, kann dauerhaft eine erhebliche Menge an CO2 eingespart werden. 

Neben dem Aspekt der Klimafreundlichkeit steht das Radfahren für eine aktive, gesundheitsfördernde und soziale Mobilitätsform, die sich in den letzten Jahren - auch dank des Pedelec-Booms - einer immer größeren Beliebtheit erfreut.

Um für die verstärkte Nutzung des Rades auf Kurz- und Mittelstrecken Anreize zu schaffen und den Radverkehr attraktiver zu gestalten, hat der Rat der Gemeinde Steinhagen die Verwaltung beauftragt, Fördermittel für ein Radverkehrskonzept zu beantragen, um eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Radwege und ein Konzept zur Verbesserung des Wegenetzes zu realisieren.

Der Entstehungsprozess des Radverkehrskonzepts


Der Förderantrag zur Erstellung eines Klimaschutzteilkonzeptes "Klimaschonendes Radverkehrskonzept für die Gemeinde Steinhagen" wurde Ende November 2016 bewilligt.
Mit der Erstellung des Radverkehrskonzeptes wurde das Fachbüro Planersocietät aus Dortmund beauftragt. Im Ordnungs- und Umweltausschuss am 30.03.2017 stellte sich das Planungsbüro vor und erläuterte den inhaltlichen Ablauf und den Zeitplan zur Erstellung des Steinhagener Radverkehrskonzeptes.
Daran anschließend wurde zunächst - auf Basis einer Dokumentenanalyse, Gesprächen mit der Verwaltung und Befahrungen im Gemeindegebiet - die Ausgangssituation analysiert (Bestandsanalyse und -bewertung, Potenzialanalyse etc.).
Am 21.05.2017 informierte das Klimaschutzmanagement beim Spaß- und Informationstag über das geplante Radverkehrskonzept und forderte interessierte Bürger und Bürgerinnen auf, Verbesserungsvorschläge und Anmerkungen zur Radverkehrsinfrastruktur aufzuschreiben oder auf einer Karte einzuzeichnen.

Im Rahmen einer Planungsradtour und eines anschließenden Mobilitätscafés wurden am 23.06.2017 verschiedenste Aspekte zum Thema Radverkehr in Steinhagen diskutiert, um die Erstellung des Konzeptes als kommunikativen Prozess zu gestalten. Die Gemeinde Steinhagen sowie die Planersocietät luden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung zur Teilnahme ein. Der Veranstaltungstag begann mit der Planungsradtour, an der ca. 25 Personen teilnahmen. Es wurden verschiedene Punkte im Gemeindegebiet mit dem Fahrrad angefahren und vor Ort diskutiert. Die Veranstaltung wurde anschließend als Mobilitätscafé weitergeführt. Der Diskussion an den Thementischen ging im plenaren Teil ein Impulsvortrag zur Bestandserhebung durch das Gutachterbüro voraus. An den Thementischen wurde zu den Themen Radverkehrsinfrastruktur und nichtinfrastrukturelle Radverkehrsförderung diskutiert.
Aufbauend auf den Ergebnissen, wurde dann ein Zielnetz für den Alltagsradverkehr aus Haupt- und Nebenverbindungen definiert, ein Maßnahmenkatalog erarbeitet und einzelne Handlungsfelder entwickelt, die Maßnahmen und Empfehlungen beinhalten, an denen sich die Gemeinde Steinhagen in den nächsten 10-15 Jahren zur Förderung des Radverkehrs orientieren kann. Die Handlungsfelder betreffen sowohl das Radwegenetz als auch flankierende Maßnahmen zur Radverkehrsförderung. Der Prozess fand in enger Abstimmung mit der Verwaltung und anderen Akteuren (Straßenverkehrsamt Kreis GT, Polizei etc.) statt.
Die Ergebnisse wurden dem Ordnungs- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am 15.02.2018 vorgestellt.
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Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der nationalen Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die "Nationale Klimaschutzinitiative" trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.

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